Zucchini-Nudeln mit Pesto sind meine Rettung an Tagen, an denen ich nach der Praxis nur noch 20 Minuten habe, bevor die Kinder Hunger schreien. Dieses Gericht ist schneller auf dem Tisch als eine Pizza-Lieferung – und, offen gesagt, deutlich leckerer. Plus: Es schmeckt warm und kalt gleich gut, perfekt für Reste vom nächsten Tag.
Zutaten (für 2 Personen)
- 500 g Zucchini (ca. 2 mittlere) – ca. 1,80 €
- 100 g Basilikum (frisch) – ca. 1,20 €
- 50 g Pinienkerne oder Walnüsse – ca. 0,80 €
- 40 g Parmesan (gerieben) – ca. 0,70 €
- 1 Knoblauchzehe – ca. 0,10 €
- 100 ml natives Olivenöl extra – ca. 0,50 € (für diese Portion)
- Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- Saft von ½ Zitrone – ca. 0,20 €
- Optional: 150 g Kirschtomaten, halbiert – ca. 1,00 €
Kosten pro Portion (ohne Tomaten): ca. 2,80 €
Zubereitung
- Zucchini-Nudeln vorbereiten (2 Minuten): Die Zucchini unter fließendem Wasser waschen und mit einem Sparschäler in dünne Streifen schälen. Alternativ nutze ich meine Spiralschneider – das geht noch schneller und ergibt ansprechendere „Nudeln“. Tipp: Nicht zu tief schälen, sonst wird es matschig. Ich halte bei den hellen, festeren Lagen an.
- Pesto zubereiten (3 Minuten): Basilikum waschen und trocken tupfen – das ist wichtig, sonst wird das Pesto wässrig. Die Knoblauchzehe schälen und grob hacken. In ein hohes Glas oder in einen Standmixer geben: Basilikum, Knoblauch, Pinienkerne, Parmesan und Olivenöl. Kurz pürieren, bis eine grobe Paste entsteht. Nicht länger mixen; sonst verliert das Basilikum seinen frischen Geschmack. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Falls dir das Pesto zu dickflüssig ist, gib einfach noch einen Schuss Olivenöl dazu.
- Zucchini-Nudeln anbraten (3 Minuten): Eine große Pfanne (am besten beschichtet) auf mittlere Hitze erhitzen. Die geschälten Zucchini-Streifen hineingeben – keine Sorge, es sieht jetzt aus wie ein Haufen, wird aber beim Anbraten viel weniger. Mit einer Prise Salz würzen, dann 2–3 Minuten unter gelegentlichem Rühren anbraten. Die Nudeln sollten noch eine leichte Bissfestigkeit haben und nicht zu weich werden. Ich zähle hier nicht länger als 3 Minuten – das Wichtigste ist, dass ein wenig Feuchtigkeit entweichen kann (2 Minuten): Die warmen Zucchini-Nudeln in eine große Schüssel geben. Das frisch gemachte Pesto großzügig dazugeben und alles mit zwei Gabeln oder Tongs vermischen, bis die Nudeln gleichmäßig mit Pesto bedeckt sind. Falls ich Kirschtomaten verwende, gebe ich sie jetzt dazu und vermenge sie sanft.
- Servieren: Sofort auf zwei Tellern verteilen. Ich garniere gerne noch mit ein paar frischen Basilikumblättern und einer Prise gehobeltem Parmesan obendrauf.
Gesamtzeit: ca. 10 Minuten
Nährwerte pro Portion (geschätzt)
- Kalorien: 320 kcal
- Eiweiß: 12 g
- Kohlenhydrate: 8 g (davon 2 g Ballaststoffe)
- Fett: 26 g
Hinweis: Die Nährwertangaben sind Richtwerte. Sie variieren je nach genauen Marken und Portionsgrößen der Zutaten.
Tipps von Lena
Tipp 1: Das Pesto vorbereiten
In meiner Praxis sehe ich oft, dass Menschen denken, sie hätten keine Zeit für „selbstgemachtes“ Pesto. Aber ehrlich: Dieses Rezept ist schneller als die Packung aus dem Glas zu öffnen. Noch besser: Mach dir am Sonntag eine größere Portion Pesto und friere kleine Portionen in Eiswürfelbehältern ein. Dann hast du die ganze Woche über frisches Basilikum-Pesto vorrätig. So auch für Zucchini-Nudeln mit Pesto im Alltag.
Tipp 2: Zucchini-Nudeln richtig braten
Der häufigste Fehler ist, die Nudeln zu lange zu kochen. Zucchini hat einen hohen Wassergehalt. Liegte lange in der Pfanne, wurde alles matschig und grün-gelb statt appetitlich grün. Mein Trick: Salz direkt in die rohe Zucchini geben und 5 Minuten stehen lassen. Das entzieht ihr Feuchtigkeit. Dann in der Pfanne nur anbraten, nicht kochen. Die Zucchini-Nudeln sollten noch eine leichte Konsistenz haben.
Tipp 3: Variationen für Abwechslung
Low Carb muss nicht langweilig sein. Probier mal: Walnüsse statt Pinienkerne (günstiger, genauso lecker), Rucola statt Basilikum oder ein rohes Ei (Eigelb) ins noch warme Pesto rühren für eine cremigere Konsistenz – wie bei Pasta Carbonara. Mit gegrilltem Hähnchen oder gekochten Shrimps wird es auch zu einer vollständigen Hauptmahlzeit.
Häufige Fragen
Kann ich gefrorene Zucchini nutzen?
Eher nicht. Gefrorene Zucchini verliert noch mehr Wasser und wird beim Auftauen matschig. Wenn du nur gefrorene Zucchini hast: Auftauen, gründlich ausdrücken und nur ganz kurz in der Pfanne anbraten. Aber frisch schmeckt einfach deutlich besser.
Ist dieses Gericht wirklich Low-Carb?
Ja. Mit nur 8 g Kohlenhydraten pro Portion ist es sehr kohlenhydratarm – ideal für Menschen, die ihre Kohlenhydratzufuhr reduzieren möchten. Zum Vergleich: Eine handelsübliche Portion Spaghetti enthält etwa 40–50 g Kohlenhydrate. Zucchini-Nudeln mit Pesto sind eine großartige Alternative, wenn du Low-Carb-Rezepte suchst, ohne dabei auf Sättigungsgefühl zu verzichten.
Kann ich das Gericht vorbereiten oder einfrieren?
Das fertige Gericht kannst du bis zu 2 Tage im Kühlschrank lagern – kalt schmeckt es auch richtig gut, besonders im Sommer. Das Pesto kannst du tagelang separat aufbewahren oder, wie gesagt, einfrieren. Die Zucchini-Nudeln solltest du aber erst unmittelbar vor dem Servieren zubereiten, sonst geben sie zu viel Flüssigkeit ab.




