Mein Morgenritual hat sich verändert, seit ich angefangen habe, meinen Matcha-Latte selbst zu machen. Keine Warteschlangen, keine überteuerten Getränke, dafür volle Kontrolle über Qualität und Zutaten. Als berufstätige Mutter brauche ich morgens etwas, das schnell geht und gleichzeitig eine sanfte Energie spendet – genau das bietet dieser grüne Tee. Die gute Nachricht: Das Matcha-Latte-Selbermachen ist leichter als du denkst und kostet ein Bruchteil dessen, was du in der nächsten Kaffee-Kette zahlst.
Zutaten (für 2 Personen)
- 2 Teelöffel Matcha-Pulver (ca. 4 g) – etwa 2,50 € pro Portion
- 100 ml heißes Wasser (ca. 70 °C)
- 300 ml Milch deiner Wahl (Kuh-, Hafer- oder Mandelmilch) – ca. 0,50 €
- 1 Teelöffel Ahornsirup oder Honig (optional) – ca. 0,20 €
- Eine kleine Prise Meersalz (optional, aber empfohlen)
Gesamtkosten pro Portion: ca. 1,35 € (ohne optionale Süßungsmittel)
Hinweis: Gutes Matcha-Pulver ist die Basis. Ich kaufe meins direkt von einem kleinen Importeur oder über vertrauenswürdige Online-Händler. Billig-Matcha schmeckt grasig und bitter – das lohnt sich nicht, zu sparen.
Zubereitung
- Matcha sieben (1 Min.)
Gib das Matcha-Pulver in ein feines Sieb oder verwende ein spezielles Matcha-Besensieb (Chasen). Das Sieben ist wichtig, damit keine Klümpchen entstehen. Ich mache das direkt in eine kleine Schüssel oder in eine Tasse – das erspart eine zusätzliche Schüssel. - Wasser auf die richtige Temperatur bringen (2 Min.).
Heißes Wasser bei etwa 70 °C ist ideal – nicht kochendes Wasser! Zu heiß zerstört es die wertvollen Inhaltsstoffe und macht das Pulver bitter. Mein Tipp: Wasser kochen und dann 2–3 Minuten warten, dann ist die Temperatur perfekt. Oder einfach ein Thermometer benutzen, wenn du genau sein möchtest. - Matcha aufschlagen (1,5 Min.)
Gieß etwa 100 ml des heißen Wassers auf das gesiebte Matcha-Pulver. Jetzt kommt die traditionelle Methode ins Spiel: Mit dem Matcha-Besen (oder einem kleinen Schneebesen) in schnellen Zickzack-Bewegungen aufschlagen, bis eine cremige, grüne Paste mit feinem Schaum entsteht. Das ist kein Marketing-Schnickschnack – durch das Aufschlagen entstehen die richtige Konsistenz und dieser angenehme, gleichmäßige Geschmack. Alternativ: Mixer nutzen – geht auch schneller. - Milch aufwärmen und aufschäumen (1,5 Min.)
Die Milch in einem Topf oder in der Mikrowelle erhitzen (600–700 W). Wer mag, schäumt die Milch mit einem Milchaufschäumer auf – bei diesem Rezept „ohne Schaum“ geht’s genauso gut und spart Zeit. - Zusammenführen (0,5 Min.)
Die aufgeschäumte Milch zur Matcha-Paste gießen und gut verrühren. Optional: Ein Teelöffel Ahornsirup und eine winzige Prise Meersalz einrühren. Das Salz mag seltsam klingen, macht den Matcha aber weniger bitter und runder – probier’s aus! - Servieren und genießen
Sofort in Tassen gießen und trinken. Fertig.
Gesamtzeit: maximal 5 Minuten
Nährwerte pro Portion (geschätzt)
- Kalorien: 85 kcal (mit Hafermilch: ca. 80 kcal)
- Protein: 3,5 g
- Kohlenhydrate: 9 g
- Fett: 2,5 g
- Ballaststoffe: 1 g
Die Werte variieren je nach Milchsorte. Verwendet mit Vollmilch: etwas höher im Fett und in den Kalorien, mit pflanzlicher Milch entsprechend anders.
Tipps von Lena
1. Die richtige Matcha-Qualität wählen
Es gibt zwei Kategorien: Ceremonial Grade (höherwertig, feiner, cremig) und Culinary Grade (günstig, für Smoothies und zum Backen). Für einen guten Matcha-Latte lohnt sich Ceremonial Grade wirklich. Du schmeckst den Unterschied sofort – und die Portion reicht länger, weil du weniger Zucker brauchst.
2. Matcha-Latte kalt servieren
An heißen Tagen mache ich die ganze Sache eisgekühlt: Matcha mit kaltem Wasser aufschlagen, dann auf Eis gießen und kalte Milch hinzufügen. Besonders erfrischend und genauso schnell.
3. Batch Preparation am Wochenende
Als Mutter von zwei Kindern weiß ich: Morgens zählt jede Minute. Ich bereite das Matcha-Pulver am Sonntag vor und fülle es in kleine Dosen. Dann brauche ich morgens nur noch Wasser und Milch. Die fertige Mischung hält sich 2 Wochen lang luftdicht verschlossen.
Häufige Fragen
Kann ich Matcha-Latte auch mit kaltem Wasser zubereiten?
Technisch ja, aber nicht ideal. Kaltes Wasser löst das Pulver nicht so gründlich auf – du bekommst Klümpchen. Mein Workaround: Erst mit heißem Wasser aufschlagen, dann abkühlen lassen und auf Eis gießen. So sparst du die klassischen Klümpchen und hast trotzdem einen kalten Drink.
Ist Matcha-Pulver aus dem Supermarkt genauso gut wie das vom Spezialisten?
Nein, ehrlich gesagt nicht. Billig-Matcha aus dem Supermarkt ist oft bereits oxidiert und schmeckt streng und bitter. Ein gutes Pulver kostet etwas mehr, schmeckt aber wirklich anders – cremig, grün, mild. Das Matcha-Latte-Selbermachen macht nur Sinn, wenn die Basis stimmt. Spar nicht hier.
Kann ich Matcha-Latte auch ohne Milchaufschäumer machen?
Absolut. Der Schaum ist schön, aber nicht notwendig. Warme Milch ohne Schaum funktioniert genauso gut – selbst das Machen des Matcha-Latte wird dadurch nicht komplizierter. Wer Wert auf Schaum legt, kann auch einen günstigen elektrischen Aufschäumer nehmen; die gibt es ab 10 €.
Dieser Matcha-Latte begleitet mich mittlerweile jeden Morgen. Die Ruhe beim Aufschlagen tut mir gut, und geschmacklich kann da keine Café-Kette mithalten – zumindest nicht zum gleichen Preis.




